Edinburgh erkunden mit InsideCaledonia

Edinburgh Old- and Newtown

"Edina! Scotia's darling seat!"

Robert Burns, an Edinburgh gerichtet

Robert Burns wurde 1759 in Alloway, Ayrshire geboren. Viel Zeit hatte er nicht, die Herzen der Schotten mit seiner Poesie zu erobern. Robbie Burns verstarb mit nur 37 Jahren. Was für ihn ausreichend war noch zu Lebzeiten als literarische Legende und als Person nicht nur in Schottland geliebt und verehrt zu werden.

gutenberg

InsideCaledonia Oldtown Newtown Big

Old- und Newtown bilden das imposante Rückrad Edinburghs. Beide wurden 1995 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Dass beide Stadtteile den Titel verdienen erschließt sich dem architektonisch Gebildeten wie Ungebildeten schnell und einfach durch bloßes Spazierengehen in den engen Gassen (Closes) der Altstadt oder den weitläufigen Straßen der Neustadt. Entfernt sind die beiden Stadtteile nur einen Steinwurf, von der Altstadt den Hügel hinab, etwas 10 Minuten zu Fuß.

Newtown - Aufbruch Innen wie Außen

Das alte Edinburgh, obwohl es sich heute so imposant und gleichzeitig verspielt darstellt, steht für ehemals Armut und nationale wie international Irrelevanz, die Neustadt hingegen für Aufbruch und Aufklärung und einem neuen schottischen Selbstbewusstsein. Das Schottland von dem der französiche Philosoph Voltaire sagte: "We look to Scotland for all our ideas of civilisation." Schottische Philosophen wie David Hume oder Adam Smith gaben der Welt neue Ideen und Theorien. Food for thoughts! war das Motto dieser Epoche. Schottische Ingeneure, Erfinder, Wissenschaftler und Unternehmer taten ihr Übriges, dass nicht nur der Geist gefüttert wurde.

Die Neustadt Edinburghs hat Architekten der ganzen Welt beeinflusst. Eine Stadt, die am Reisbrett prächtig und strahlend entworfen wurde und für die Ansprüchen des 18. Jahrhunderts neue Maßstäbe setze. Ein frühes Meisterwerk der Städteplanung. Der neue Stadtteil war zunächst Kopfgeburt der Stadtväter Edinburghs. Die Oldtown war überfüllt und die Lebensqualität entsprach eher dem Mittelalter als dem Zeitalter der Aufklärung. Reich und Arm lebten auf engstem Raum. Die Armen jedoch in den Kellern ohne Licht und Lüftung, die Reichen in den bis zu 7 Stockwerken über der Erde.

Aus dieser Notwendigkeit heraus wurde ein Designwettbewerb ins Leben gerufen, den der 22 Jahre alte Architekt James Craig gewann. Das von ihm vorgeschlagene einfaches Grid-Design mit jeweils 2 vertikalen und horizontalen Hauptstraßen, eingesäumt durch zahlreiche Gartenanlagen brillierte über konkurrierende Entwürfe. 1765 begannen die Bauarbeiten am erste Teil der New Town. In weiteren Etappen wuchs sie bis 1850. Der neo-klassische Baustil wurde aber in allen Bauabschnitten konsequent angewant.

Princess Street und Princess Street Garden

Als Grenze zwischen Old und New Town kann die Haupteinkaufsstraße Princess Street und die Parkanlage Princess Street Gardens angesehen werden. Princess Street selbst hinkt etwas im Vergleich zu dem Glanz, den man in den umliegenden Straßen finde , bietet aber fantastische Ausblicke auf Edinburghs Castle und die Old Town. Der zentrale Park Princess Street Garden, eingebettet von Princess Street auf der einen Seite und dem ansteigend steilen Felsgestein, auf dem Edinburghs Castle tront, auf der anderen Seite, beherbergt fantastische Bäume; wiegt sich in weichem Grün hügelauf- und ab; lässt auch den Friedhof nicht missen, alt, trutzig, aber lebhaft besucht; Bänke in großer Zahl; Rasen betreten nirgends verboten; Spielplatz; ein Brunnen in Gold mit Aufmerksamkeits heischendem Wasserspiel, eine Seltenheit für Edinburgh; ein Park zum Leben, zum Nutzen, zum Ruhen, zum Spielen. All diese Freundlichkeit und Offenheit ist, wie so manches Mal in Edinburgh, aufgebaut auf einem dunklen Kapitel der Stadtgeschichte aus Mittelaltertagen: Früher lag hier der berühmt berüchtigte Loch Nor. Ein stinkender See, in dem sich alles sammelte, was von der Oldtown hinuntergespült wurde. Doch nicht die Umweltlast läst schaudern, der moralische Balast wiegt hier schwerer: im Loch Nor wurde der sog. Hexentest durchgeführt, bei dem als Hexen beschuldigte Frauen gefesselt ins Wasser geworfen wurden. Gingen sie unter, war jeder Vorwurf von Frau und Familie gewaschen, nur war die Dame leider tot. Haben ihre mit Luft gefüllten, mehrfachen Röcke sie wieder hochgespült, war der Beweis für Hexerei erbracht und Frau und Familie wurden gefoltert. Beim Trocken legen des Sees hat man die Überreste einiger der vielen Opfer dieses Prozedur gefunden.

Oldtown

Beherrscht von Edinburgh Castle, in ihrer ganzen Pracht erhalten, scheinbar uneinnehmbar auf den Spitzen eines erloschenen Vulkans eingenestet. Der Besuch der Burg ist ein Muss. Neben ihren historischen Lehren sind die Ausblicke unersetzbar, die von dort auf Edinburgh, den Forth of Fife und dem gegenüberliegendem Kingdom of Fife wahrgenommen werden können.

Der Burg-Vorhof ist die Heimat des weltberühmten Military Tatoos im August. Jedes Jahr kommen Militärkapellen aus der ganzen Welt. Die Zuschauer nehmen auf einer der hohen Tribünen Platz, die an den Rändern des Burghofes von Mai ab aufgebaut werden. Die Karten sind lange im Vorhinein ausverkauft. Die Zuschauer sind zum Großteil nicht konservative Alt-Militaristen. Es sind Menschen, die dem harten Zauber dieser Musik, die Soldaten in und aus Manövern oder Schlimmeren geführt hat, für einen Abend meist ganz verfallen. Aufgelockert wird das Szenario durch jazzige Einlagen, schottischen Highland, und wenn Neu Zeeland vertreten ist, Maori Tänzen.

Von Edinburgh Castle abwärts verläuft auf dem Rücken des Zugrunde liegenden Vulkanbergs die Royal Mile in Richtung Hollyrood House Palace, wo David Rizzio, Privatsekretär der tragisch berühmten schottischen Königin Maria Stuart sein blutiges Ende fand. Für Besucher, die effektiv mit Fußmärschen umgehen, ist die Royal Mile ein Eldorado: kulturell anspruchsvolle oder unterhaltungstechnisch hochwertige Attraktionen reihen sich dicht an dicht. Enge, dunkle Gassen verzweigen in steilen Windungen ab von der königlichen Meile. Ein Labyrinth, dass langsam erarbeitet werden muss. Auch Shops und Pups fehlen nicht und sind zu einem großen Teil wegen ihrer Originalität einen Besuch wert. Außerdem verläuft hier der Knotenpunkt Edinburghs Nachtlebens. Die Konzentration ist verwirrend. Und die Architektur immer wieder und nicht nachlassend berauschend und bedrückend zugleicht. Es wurde auf mehreren Ebenen auf dem Bergrücken gebaut. Brücken überziehen tiefer liegende Straßen. Was auf den ersten Blick als natürliche Erhebung erscheint, wird bei näherem Hinsehen von den Untergeschossen der umliegenden Bauwerke getragen. Führungen können dabei helfen, dem eiligen Reisenden diese Vielfalt schneller zu erschließen. Nur werden in Edinburgh nicht gewöhnlich und einfallslos Straßen durchlaufen und Geschichte erzählt. Für Geister-, Literaten-, Pub- und Keller-Touren ist Edinburgh bekannt. Informativ und unterhaltsam dargestellt, ist der Übergang zwischen Geschichte und Geschichten stets fließend.

Für Spürhunde

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Der Stadtplan hilft in der Newtown nicht so gut weiter. Ihre Eleganz und Perfektion bis ins Detail muss erwandert oder erfragt werden.

Steil und dicht bepackt

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Sie suchen ein Kostüm für einen Maskenball, eine Tasche fürs Leben oder möchten französisch Essen gehen? Dann gehen sie doch die Victoria Street einmal hinauf und einmal hinunter.

Stadt der Brücken

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Kein Fluss weit und breit, und trotzdem befinden Sie sich in der Altstadt oft unbemerkt auf oder unter einer Brücke. Alt sind sie diese Brücken und es stellt sich so oft die Frage: wie haben die das damals bloß so hingekriegt?

Höhenmeter sammeln

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Von der Newtown den Berg hinauf, über den Carltonhill die betriebsame Princess Street umgehen, über Jacob's Ladder hinab zum Hauptbahnhof, anschließend weiterer steiler Anstieg entlang Cockburn Street auf die Royal Mile, wo immer noch ein paar Höhenmeter bis zum Castle bleiben. Wenn es Ihnen nach körperlicher Ertüchtigung steht.

Tattoo: The stage is set!

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Seit 1950 haben 11 Millionen Menschen das Edinburgh Military Tattoo erlebt. Jedes Jahr kommen 217.000 dazu. Hier sprechen Zahlen auch für Qualität!

Der Begriff Tattoo stammt aus den Niederlanden und bedeutet schlicht Zapfenstreich. Im Original: “Doe den tap toe!”