Edinburgh erkunden mit InsideCaledonia

Mit dem Auto in Schottland unterwegs

Reiseinfo unter:

link to travel scotland

Sie erhalten hier übersichtlich Informtionen über Verkehrsbedingungen in Schottland generell. Ist eine Straße gesperrt oder eine Ampel arbeitet nicht, hier ist es vermerkt.

insideCaledonia streets big

Schottland hat ein gute ausgebautes Straßennetz aber wenige Autobahnen. Generell gilt, dass je weiter nördlich man kommt, dass Straßennetz dünner, die Straßen enger, die Windungen zahlreicher werden und die Anforderungen an den Fahrer und der Spaß am Fahren kontinuierlich steigen.

Eine Landstraße in Schottland bietet normalerweise einen höheren Unterhaltungswert als eine Landstraße in Deutschland. Das hat mehrere Gründe. Straßen in Schottland sind ganz selten flurbereinigt. Soll heißen solange Bäume, Hecken und Sträucher nicht auf der Straße wachsen, lässt man sie stehen. Die oft sehr alten Straßen, führen vorbei an Ruinen, Schlössern, berühren fast Felswände oder unterlaufen im Frühjahr einen Wasserfall. Sie führen durch die Natur und Landesgeschichte und nicht daran vorbei. Baumkronen gegenüberliegender Bäume bilden Tunnel und es geht ständig auf und ab. Ein Loch am linken oder rechten Fahrbahnrand mit den entsprechenden Ausblicken ist mehr die Regel als die Ausnahme.

Wer Zeit hat, sollte immer versuchen auf Landstraßen zu bleiben (auf Landkarten als A&B Roads bezeichnet). Hier gilt es aber auch die Richtigen zu finden, diejenigen, die nicht plötzlich enden, und diejenigen, die eben die besonderen und nicht nur guten Ausblick bieten und auch noch dorthin führen, wo man urpsrünglich enden wollte. Landkarten helfen hierbei generell nicht wirklich.

Linksverkehr

An den Linksverkehr gewöhnt man sich normalerweise schnell. Vor allen auf belebten Straßen gibt es genügend Orientierungspunkte.
Nur wenn Sie auf ruhigen, mit wenig Verkehrsschildern versehenen Straßen unterwegs sind, sollten Sie wachsam sein. Nach einer Pause z. B. kann es durchaus passieren, dass Sie sich auf der falschen Seite wiederfinden!

Diese Straßen laden dazu ein sich gemütlich vorwärts zu bewegen und regelmäßig halt zu machen. Nur werden sie "leider" auch genutzt von berufstätigen Menschen, die es eilig haben. Deshalb zum Sightseeing besser anhalten als zum Verkehrshindernis werden. Es gibt genügend Plätze, an denen man stoppen kann, um die Aussicht zu genießen.

Schottischer Fahrstil

Der Fahrstil der Schotten kann als dynamisch bezeichnet werden. Er ist keinesfalls aggressiv, nur erkennt man schnell das sie die Straßen gut kennen und sicher auf ihnen fahren können. Deshalb, wenn möglich, den schnelleren Verkehrsteilnehmer vorbei lassen.

Tiere

Schafe sind allgegenwärtig. Die zottelig-roten schottischen Hochlandrinder trifft man auch von Zeit zu Zeit mitten auf der Straße an und sie sind normalerweise nicht gewillt, sich auf dem leichten Wege von dort vertreiben zu lassen. Rehe sind ebenfalls fester Bestandteil der schottischen Landschaft. Wirklich gefährlich sind hierbei allerdings nur Rehe, wie Ihnen bekannt. Schafe und Rinder stehen bevorzugt Tags, Rehe haben die Tendenz nachts in die Straße einzubrechen.

Falls es doch zu einem Unfall kommen sollte, bitte die nächste Polizeistation benachrichtigen.

Sinlgle Track Roads

Eine schottische Besonderheit sind Single Track Roads (zu finden vor allem in den Highlands und auf den Inseln) insofern, dass auf den engen Straßen entgegen kommender Verkehr und Überholen über Passing Places abgewickelt wird. Die Regeln sind folgendermaßen: Wer am nächsten an einem Passing Place ist hält an und lässt den entgegenkommenden Verkehr vorbei. Um zu vermeiden, dass beide stehen bleiben, deutet man mit dem Blinker oder der Lichthupe an, dass man anhält und Platz macht. Dabei sollten Sie so weit wie möglich links bleiben, d. h. wenn der nächste Passing Place rechts zu finden ist, bleibt Sie links auf der Straße stehen und lässt den entgegenkommenden Verkehr über den Passing Place an sich vorbei ziehen. Diese Regel soll vermeiden, dass beide Fahrer sich entgegen kommend in den Passing Place einscheren. Das Verfahren ist ein bischen gewöhnungsbedürftig, was belegt ist durch die Zahl der kleineren und größeren Blechschäden, eigentlich nie verursacht durch Einheimische. Passing Places sollten niemals zum Parken benutzt werden.

Zu vermerken wäre hier außerdem, dass auch auf idyllischen, einsam wirkenden Single Track Roads des öfteren Schwerlaster verkehren, die vor allem Holz transportieren. Deswegen die Warnschilder „Lorries Turning“ bitte ernst nehmen und langsam machen. Zu- und Abfahren zu Fischerdörfern sind vor allen Abends und früh Morgens Tummelplatz für große Laster, die den frischen Fisch in die Restaurants von Edinburgh, Glasgow etc bringen. Die Highlands und Islands sind also in Bewegung, wer sich aber umsichtig fortbewegt, wird auf den schottischen Straßen zurechtkommen und wirklich Vergnügen daran haben.

Tipps für mit dem Auto anreisende Mountainbiker und Hiker

Wer sein Auto stehen lassen möchte um eine Tour zu machen, kann das problemlos an einem der ausgeschilderten Parkplätze der Forstverwaltung. Es wird aber ausdrücklich nicht empfohlen, auf den Straßen zu wandern oder Rad zu fahren. Es sind meist keine Randstreifen für Fußgänger oder Fahrradfahrer angelegt, besonders in den Highlands, wo die Straßen in die Steine hineingebaut und so schwer erweiterbar sind. Mehrtägige Touren mit dem Rad oder zu Fuß sollten gut vorbereitet werden, siehe auch Mountainbicken in Scotland.

Verkehrserzogene Schafe

sheep on the street scotland

So sind sie oft unterwegs: sauber aufgereiht und eng am linken Rand. Lässt sich nur mit guter Erziehung erklären.

Nicht zu schlagen: schottische Lust am Brückenbau

streets scotland bridge street scotland bridge 2

Wären sie nicht so erfindungsreich gewesen, die Schotten, dann wäre es in manchen Gegenden wohl noch einsamer bzw. menschenleer gewesen. Netterweise stehen sie noch die manchesmal Jahrhunderte alte Brücken. Und sollte doch mal eine eingestürzt oder unsicher geworden sein, hat man gleich daneben eine Neue gebaut ohne die Alte aufzuräumen. Die alten Brücken sind auch einfach zu hübsch zum Wegwerfen.

Road to somewhere

streets scotland ferry

Ein möglicher Grund, warum ein Straße enden könnte, wäre dass das Meer erreicht ist. Heißt aber nicht, dass es hier nicht weiter geht. Fähren in verschiedensten Ausführungen helfen hier freundlich weiter. Nur vielleicht nicht im Winter. Und nicht bei schlechtem Wetter.